Amerikanische Schabe

Die rotbraun gefärbten Amerikanischen Schaben werden bis zu 38 mm groß. Sie tragen einen rot-gelben Halsschild mit zwei dunkelbraunen Flecken auf ihrem Rücken. Die Schabenweibchen kleben ihre Eier, die sie zuvor wenige Stunden bis höchstens sechs Tage herumgetragen haben, in dunkle, meist schwer zugängliche Ecken und Ritzen. Zum Schutz und zur Tarnung werden die Eier mit Papierschnipseln und Holzfetzen bedeckt. Nach einem bis zwei Monaten schlüpfen die Larven aus den Eiern. Die Entwicklungszeit der Larven bis zur fertigen Schabe beträgt ein weiteres Jahr. Die Amerikanische Schabe ernährt sich von allen Arten organischen Materials wie Papier, Leder und sonstigem Gewebe. Auch weiche, feuchte und selbst faulende Lebensmittel dienen der wärmeliebenden Amerikanischen Schabe als Nahrung. Schaben können eine Reihe teils schwerer Krankheiten übertragen, darunter Tuberkulose, Milzbrand und Salmonellenvergiftung. Darüber hinaus verbreiten sie Fäulniserreger. Sie sind also in der Lage, erheblichen Schaden anzurichten. Eine effiziente Schabenbekämpfung erfolgt nach einer sorgfältigen Detektion der Tiere mittels Klebefallen, die mit speziellen Lockstoffen versehen sind. Auch die sich anschließende Bekämpfung wird mittels Fraßködern vorgenommen. Seltener werden Sprühinsektizide eingesetzt, da diese ein höheres Risiko für die Umwelt bedeuten. Um Amerikanische Schaben wirkungsvoll bekämpfen zu können reichen einzelne Maßnahmen nicht aus. Vielmehr ist eine kontinuierliche Bekämpfung mit gleichzeitig erfolgender Erfolgskontrolle nötig.

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