Hausschabe

Die Hausschabe erreicht eine Länge von bis zu 13 mm. Sie weist eine gelbbraune Färbung und zwei dunkelbraune Längsstreifen auf ihrem Halsschild auf. Beide Geschlechter dieses Schädlings sind geflügelt. Dennoch ist die Hausschabe flugunfähig. Hausschaben legen wahllos 20 bis 40 Eier pro Gelege ab. Eine Hülle aus Chitin macht die Eier sehr widerstandsfähig und gegen viele gängige Bekämpfungsmethoden resistent. Bereits nach kurzer Zeit schlüpfen die Schaben-Larven aus den abgelegten Eiern. Innerhalb von 2 bis 3 Monaten entwickeln diese sich zur Schabe. Der lichtscheue Schädling verkriecht sich bei Tageslicht in dunkle, feuchte, meist schwer zugängliche Verstecke. Daher bleibt ein Schabenbefall oft länger unbemerkt. Bei Nacht gehen die Tiere auf Nahrungssuche. Hierbei bevorzugen sie feuchte, weiche und faulende Lebensmittel und Stoffe, ernähren sich daneben jedoch auch von anderen organischen Materialien wie Leder, Papier und anderem Gewebe. Hausschaben können eine gewisse Zeit lang auch gänzlich ohne Nahrungsaufnahme überleben. Sie übertragen Krankheitskeime wie Tuberkulose, Milzbrand oder Salmonellen. Außerdem verbreiten sie Fäulniserreger und verursachen starke Verschmutzungen. Eine wirksame Schabenbekämpfung beginnt mit einer rechtzeitigen Entdeckung des Schädlings. Hierfür werden Klebefallen eingesetzt, die mit speziellen Lockstoffen versehen sind. Zur eigentlichen Bekämpfung setzen Kammerjäger vorzugsweise Fraßköder ein. Diese eignen sich deshalb besser, da die Auswirkungen auf die Umwelt geringer sind, als beim ebenso möglichen Einsatz von Sprühinsektiziden. Gegen Hausschaben wirken nur kontinuierlich durchgeführte Bekämpfungsmaßnahmen mit gleichzeitiger Erfolgskontrolle. Einzelmaßnahmen können einen Schabenbefall meist nicht gänzlich beseitigen.

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