Kornkäfer

Der flugunfähige Kornkäfer wird zwischen 2,5 und 5 mm groß. Er ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Kornkäfer bilden den am häufigsten in Getreidevorräten auftretenden Schädling. Seine gesamte Entwicklung vollzieht sich in Getreidekörnern. Daneben ist auch ein Befall von Graupen und Teigwaren möglich. Das Kornkäfer-Weibchen nagt zum Zwecke der Eiablage ein Loch in ein Getreidekorn. Nachdem es ein Ei in dieses Loch abgelegt hat, verschießt es dieses wieder mittels eines Sekrets. Von Kornkäfer-Eiern betroffene Körner lassen sich äußerlich deshalb nur sehr schwer erkennen. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven fressen das Korn von innen restlos aus. Lediglich die leere Kornhülle bleibt zurück. Da Kornkäfer besonders lichtscheu sind, befallen sie lediglich das Innere von Getreidehaufen. Hierbei erwärmen sich die Getreidekörner und es entsteht ein muffiger Geruch. Im Haushalt reicht es zur Bekämpfung dieses Schädlings meist, die umherkriechenden Käfer mit dem Staubsauger aufzusaugen und befallene Lebensmittel zu entsorgen. Eine vorbeugende Maßnahme gegen Kornkäfer ist die Lagerung von Lebensmitteln, die ganze Körner enthalten bei einer Temperatur von unter 13°C. Eine professionelle Kornkäferbekämpfung geschieht durch die Begasung befallener Getreidevorräte mit Phosphorwasserstoff. Dies bildet die einzige wirksame Methode, da die Larven, die sich innerhalb der Getreidekörner befinden auf keine andere Weise abzutöten sind. Die Begasung muss nach gesetzlichen Bestimmungen erfolgen. Es dürfen lediglich zugelassene Bekämpfungsmittel eingesetzt werden.

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