Orientalische Schabe

Orientalische Schaben sind besser unter den Bezeichnungen Küchenschabe, Brot- oder Bäckerschabe oder schlichtweg Kakerlake bekannt. Die Schaben-Männchen sind kastanienbraun, die Weibchen beinahe schwarz gefärbt. Während die Männchen mit Flügeln ausgestattet sind, weist das Weibchen lediglich Flügelstummel auf. Orientalische Schaben legen ihre Eier in Eipaketen aus 16 Eiern ab. Zwei bis drei Monate später schlüpfen aus den Eiern die Schaben-Larven. Die Orientalische Schabe ist sehr wärmeliebend. Normalerweise entwickeln sich die Larven innerhalb eines ganzen Jahres zum fertigen Insekt. Bei höheren Umgebungstemperaturen verkürzt sich diese Entwicklungsdauer auf 22 Wochen. Der Schädling ernährt sich vorzugsweise von weichen, feuchten und faulenden Lebensmitteln. Jedoch frisst er auch Gewebe, Papier, Leder und weitere organische Materialien an. Bei einem Schabenbefall macht sich ein widerlich süßer Geruch bemerkbar. Orientalische Schaben können, wie alle Schabenarten, Fäulniserreger und Krankheitskeime wie Milzbrand, Tuberkulose oder Salmonellen übertragen. Schaben werden durch eine systematische und kontinuierliche Kombination von Maßnahmen bekämpft. Einzelmaßnahmen reichen für die Bekämpfung nicht. Ein professioneller Schädlingsbekämpfer beginnt seine Arbeit dabei mit der Detektion der Tiere. Dies geschieht mit Fallen, die mit einem speziellen Lockstoff versehen sind. Anschließend werden Fraßköder zur Bekämpfung eingesetzt. Auch die Anwendung von Sprühinsektiziden ist möglich. Diese Methode wird jedoch seltener durchgeführt, da sie mit einer höheren Belastung für die Umwelt einhergeht.

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